Im 2. Semifinalspiel setzen sich die Klosterneuburger in Kapfenberg klar durch und werden die Finalspiele gegen die 8TF FlinkStones Graz 1 bestreiten.
HYLO® SITTING BULLS : CARINTHIAN BRONCOS 72:61 (43:31)
Die Kärntner haben im Vorfeld des Spiels die Stimmung angeheizt und den Fans versprochen, alles für einen Finaleinzug zu geben. Es haben auch einige Kärntner den Weg in die Halle gefunden und feuern ihr Team lautstark an.
Bei den Niederösterreichern herrscht noch immer Personalmangel – zu sechst plus Coach Zankl als Backup reist man in steirische Kapfenberg.
Nach einem guten Warm-up starten die Bulls konzentriert und motiviert ins Spiel. Nach 2 Minuten steht es 7:0 – es scheint, als hätte man alles im Griff. Dann wechselt sich der Broncos Spielertrainer Mehmedovic selbst ein, und langsam kommt der Kärnten-Express ins Rollen.
Bis zum 11:4 spielen die Bullen schnelle Gegenangriffe, Passes auf den freien Mann unter den Korb und verfügen über einen blendend aufgelegten Hayirli, der sicher seine Würfe aus der Mitteldistanz verwandelt.
Dann schleichen sich Fehlpasses ein, man vergibt einfache Würfe unter dem Korb, und plötzlich steht es 14:14. Bis zum Pausenpfiff schenken einander die beiden Teams nichts mehr, und mit 20:20 geht es ins 2. Viertel.
Zu Beginn ist wieder alles ausgeglichen – bei 24:25 nimmt Coach Zankl eine Auszeit, weil ihm die Punkte der Broncos zu einfach erscheinen. Oft wird Schaschl unter dem Korb übersehen, der treffsichere Music punktet regelmäßig aus der Mitteldistanz, und Holdernig spielt sich immer wieder in der Zone frei.
Die Ansprache scheint zu wirken – bei 30:25 nehmen ihrerseits die Broncos ein Time-out. Doch die Bulls sind jetzt in Spiellaune, verteidigen auch besser und können ihren Vorsprung bis zur Halbzeit auf 43:31 ausbauen.
Zunächst bleibt es bei diesem Vorsprung, dann passieren wieder einige Fehler, die Kärntner treffen besser – und auf einmal steht es nur mehr 46:41. Unmittelbar nach einem Time-out der Broncos netzt Wastian einen Dreier ein, und die Klosterneuburger können ihren Vorsprung vergrößern.
Als den Kärntnern bewusst wird, dass es sich mit dem gewünschten Sieg wohl nicht mehr ausgehen wird, beginnen sie, sich in Diskussionen mit den Schiedsrichtern zu verzetteln. Auch die Teamfoulgrenze ist bald erreicht, was den Niederösterreichern einige Freiwürfe beschert. Mit 61:45 geht es in den letzten Spielabschnitt.
Dieser ist dann nicht mehr so lustig anzusehen – viele Gehässigkeiten, versteckte und auch offensichtliche Fouls prägen das Spiel. Schimpfwörter in allen möglichen Sprachen schwirren durch die Halle. Als der Tisch 3 Minuten vor Schluss anzeigt, dass Al Naqqash sein 5. Foul begangen hat, nimmt das jeder zur Kenntnis – bis sich 1 Minute später herausstellt, dass er eigentlich erst 3 Fouls hat. Die Bulls verteidigen die letzten Minuten nicht mehr so intensiv und überlassen den Kärntnern dieses Viertel mit 11:16.
Noch ein kleiner Sidefact: die Broncos begehen im gesamten Spiel 20 Fouls (davon 2 unsportliche und 1 technisches), die Bullen 8 Fouls. Die Niederösterreicher werfen 21 Freiwürfe und treffen 12-mal.
Am klaren Finaleinzug gibt es jedenfalls nichts zu rütteln. Heimbach bringt es im Interview auf den Punkt: gegen die FlinkStones muss auf jeden Fall noch eine Steigerung her, aber wenn alle Spieler ihre Leistung bringen, kann man die favorisierten Steirer zu einem 4. oder 5. Spiel bringen.
Hayirli 32, Wastian 18 (1 Dreier), Pliska 14 (1 Dreier), Nestaval 4, Al Naqqash 2, Heimbach 2; Music 16, Holdernig 16, Mehmedovic 8, Schaschl 7, Gruber 4, Kartnig 4, Lokar 4, Fiedler 2
Hier das Ergebnis des zweiten Semifinalspiels:
8TF FlinkStones 1 : Rebound Warriors 91:34
Die 1. Finalrunde findet am 11.4. in der Steiermark statt.
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