Bullen schaffen diesmal keine Qualifikation für EuroCup Finale

Die Interwetten/Coloplast Sitting Bulls veranstalteten wieder eine Vorrunde des EuroCup 1 im Rollstuhlbasketball.

Die europäische Elite gastierte am 6. + 7. Februar 2026 im Happyland in Klosterneuburg.

Interwetten/ HYLO® Sitting Bulls – Hannover United   59:73 (29:32)

Im Eröffnungsspiel am Freitag trafen die Gastgeber auf Hannover United. Die Deutschen waren bereits im Vorjahr zu Gast im Happyland – damals gab es einen klaren Sieg für Hannover.

Wenige Sekunden nach Spielbeginn setzte Pliska ein Statement mit seinem ersten erfolgreichen Dreier – dann zogen die Deutschen vor allem durch die beiden Center Budde und McHugh auf 3:11 davon.

Doch die Bulls ließen sich nicht abschütteln und konnten durch starke Defense und einen entfesselten Rekanovic das 1. Viertel noch mit 14:13 für sich entschieden.

Im 2. Viertel entwickelte sich ein Spiel auf Augenhöhe, das mit einem knappen Vorsprung der Deutschen zum Halbzeitpfiff endete.

Im 3. Spielabschnitt konnte sich Hannover zunächst leicht absetzen – doch wieder kämpften sich die Gastgeber heran. Bei 44:45 riss dann ein wenig der Faden – einige Turnover gegen das starke Pressing der Deutschen, ein Dreier des hervorragenden Werfers Sadler, und man lag zum Pausenpfiff 46:52 zurück.

Ab da fehlte den Klosterneuburgern dann ein wenig die Kraft. Gegen die starke Verteidigung musste man kämpfen, um über die Mittellinie zu kommen – einfache Würfe waren kaum mehr möglich. Hannover scorte verlässlich und sicherte sich den ersten Sieg im Turnier mit 59:73.

Coach Zankl war dennoch mit der Teamleistung sehr zufrieden. Um das ganze in Relation zu setzen: Hannover trainiert 4x pro Woche als Team, dazu kommen 3 Einheiten vormittags in der Kraftkammer. Topwerfer Sadler wirft 600 -700 Würfe pro Woche mit der Ballmaschine.

Rekanovic 24 (2 Dreier, 6 Rebounds), Pliska 17 (2 Dreier, 8 Rebounds, 6 Assists), Hayirli 10, Heimbach 6, Nestaval 2, Wastian, Al Naqqash, Nourafza, Grmela; McHugh 22 (8 Rebounds), Budde 18 (7 Rebounds), Sadler 17 (1 Dreier, 5 Assists), Krömer 6, Jantz 4, Berry 4, Takamatsu 2 (6 Rebounds)

Hornets Le Cannet – Interwetten/ HYLO® Sitting Bulls   102:48 (52:18)

Im zweiten Spiel des Tages wartete die französische Mannschaft Hornets Le Cannet. Dass in diesem Spiel für die Bullen nicht viel zu holen sein würde, war eigentlich klar. Doch so hatte man sich den Beginn trotzdem nicht vorgestellt.

Innerhalb von 5 Minuten zog Le Cannet auf 16:0 davon – die ersten 12 Punkte erzielte allein der polnische 1.5-Punkter Macek. Die Franzosen verteidigten sehr intensiv – die Klosterneuburger hatten Probleme, über die Mittellinie zu kommen und einen ruhigen Wurf anzubringen.

Mit 28:5 startete man in Viertel Nummer 2. Dort kamen die Bulls ein bisschen besser in Schwung und konnten bis zur Halbzeit ein wenig verkürzen.

Auch im 3. Spielabschnitt lief es ähnlich. Die Franzosen ließen in ihrer Intensität kaum nach, erzwangen einige Turnover, aber auch den Gastgebern gelangen durchaus schöne Punkte. Spielstand am Ende des Viertels 78:28.

Das letzte Viertel konnten die Bullen dann weitgehend offen halten – natürlich auch der Tatsache geschuldet, dass der Sieger bereits feststand. Rekanovic gelang es noch, sich zum Highscorer des Spiels zu krönen.

Macek 28 (1 Dreier), Ramonet 22 (11 Assists), Belaid 14 (10 Rebounds), Maataoui 12, Carlier 8 (10 Rebounds, 12 Assists), Roa 6, Makambo 4, Mehidi 4, Mekhazni 4; Rekanovic 29 (2 Dreier, 7 Rebounds), Wastian 8 (8 Assists), Hayirli 4, Heimbach 3, Pliska 2, Nestaval 2, Nourafza, Al Naqqash, Grmela

CS Meaux – Interwetten/ HYLO® Sitting Bulls   87:55 (36:25)

Nach den beiden Niederlagen vom ersten Tag war klar, dass für eine Finalqualifikation am zweiten Spieltag 2 Siege hermüssen. Meaux hatte am Vortag auch beide Spiele verloren und war daher ebenfalls unter Zugzwang.

Die Bulls starteten gut los – legten immer wieder vor und schienen die Franzosen gut im Griff zu haben. Man lag mit bis zu 5 Punkten in Front, leistete sich aber doch immer wieder kleine Fehler, und mit den Schlusssekunden des 1. Viertels ging Meaux mit 18:17 in Führung.

Im 2. Spielabschnitt zogen dann die Franzosen ein wenig davon. Bei den Niederösterreichern häuften sich Turnover, Fehlwürfe, schlechte Passes – oder man ließ sich nach einem erfolgreichen Rebound den Ball klauen. Insgesamt gelangen in diesem Viertel nur 8 Punkte.

Nach der Pause ging es in ähnlicher Tonart weiter – und plötzlich waren die Franzosen 20 Punkte in Front. Coach Zankl wechselte mehrfach die Line-up, aber es gelang keine Aufholjagd mehr.

Mit 61:38 ging es in den letzten Spielabschnitt. Den Bullen gelangen durchaus schöne Spielzüge, aber die Franzosen blieben treffsicher von außen und spielten einen ungefährdeten Sieg nach Hause.

Cayol 20, Vargas 19 (13 Assists, 6 Steals), Khelaifi 18 (11 Rebounds), Silva 10, Quintero Castillo 10, Makoma Maoso 6, Medus 2, Ricardo Veiga 2; Hayirli 22 (8 Rebounds), Rekanovic 21 (7 Rebounds), Heimbach 4, Pliska 2 (5 Rebounds), Wastian 2, Nourafza 2, Al Naqqash 2, Nestaval, Grmela

Interwetten/ HYLO® Sitting Bulls – Murcia BSR   48:59 (20:27)

Im letzten Spiel trafen die Gastgeber auf das spanische Team aus Murcia. Im gut gefüllten Happyland entwickelte sich ein spannendes Spiel. Rein theoretisch hätte man mit einem Sieg mit 49 Punkten noch Platz 3 erreichen können – das war natürlich nicht möglich.

Das 1. Viertel brachte leichte Vorteile für die Spanier, aber beide Teams zeigten schöne Spielzüge. Mit 6:13 ging es in die erste Pause.

Bei 9:23 im 2. Spielabschnitt schien das Spiel für Murcia quasi gelaufen, doch die Bulls begannen vor einem frenetisch anfeuernden Publikum eine Aufholjagd. Bis auf 20:27 kämpfte man sich bis zur Halbzeitpause heran.

Immer wieder konnten die Bullen den Rückstand auf 4-5 Punkte verringern – näher kam man im 3. Viertel nicht heran. Spielstand nach diesem Spielabschnitt: 36:41.

Unmittelbar nach Wiederanpfiff stellte Rekanovic auf 38:41 – die Fans in der Halle schöpften wieder Hoffnung. Beide Teams schenkten einander nichts – insgesamt 50 Fouls im gesamten Spiel zeugten von hartem Kampf. Bei Murcia mussten 3 Spieler(innen) mit 5 Fouls vom Feld, bei den Klosterneuburgern war für Pliska und Heimbach nach dem 5. Foul vorzeitig Schluss. Nestaval und Nourafza spielten mit 4 Fouls zu Ende.

Nach 4 Minuten im letzten Viertel machten sich bei den Gastgebern die Strapazen von 4 Spielen in 2 Tagen bemerkbar, und man musste den Spaniern den Vortritt lassen. Mit 48:59 verabschiedete man sich aus dem Turnier.

Hayirli 16 (13 Rebounds, 0 Fouls 😉), Rekanovic 15 (7 Rebounds), Pliska 8 (1 Dreier, 12 Rebounds, 5 Assists), Wastian 8, Al Naqqash 1, Nestaval, Nourafza, Heimbach, Grmela; Williams 15, Alejos Alonso 13 (16 Rebounds, 12 Assists), Lopez Chavez 12 (7 Rebounds), Jim 6 (8 Rebounds), Padilla 4, Ruiz 4, Hernandez Ros 2, Ubri Sanchez 2, Sanchez Marin 1

Coach Zankl war trotzdem weitgehend mit dem Auftritt seiner Bullen zufrieden. Es ist natürlich immer Luft nach oben, aber im Vergleich mit den Profiteams konnte man zumindest phasenweise ganz gut mithalten. Positiv hervorzuheben auch Rekanovic, der im Gesamtranking Platz 2 bei den erzielten Punkten belegte.

Hier geht’s zu den Bildern! Tag 1

Hier geht’s zu den Bildern! Tag 2

Hier die Ergebnisse der Spiele der Sitting Bulls:

Sitting Bulls (AUT)Hannover United (GER)59:73
Hornets Le Cannet (FRA)Sitting Bulls (AUT)102:48
CS Meaux (FRA)Sitting Bulls (AUT)87:55
Sitting Bulls (AUT)CD Murcia BSR (ESP)48:59

Schlusstabelle EuroCup 1 Group B:

1. Hornets Le Cannet

2. Hannover United

3. CD Murcia BSR

4. CS Meaux

5. Interwetten/HYLO® Sitting Bulls

All Star Team:

Carmen Hernandez Ros (CD Murcia BSR)

Jhoan Vargas (CS Meaux)

Andrzej Macek (Hornets Le Cannet)

Alexander Budde (Hannover United)

Alexis Ramonet (Hornets Le Cannet)


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