Die Bulls geben das Spiel in Kapfenberg wieder in letzter Sekunde aus der Hand und fahren mit der Silbermedaille nach Hause.
FLINKSTONES GRAZ 1 : HYLO® SITTING BULLS 80:73 (34:37;73:73)
Für den Weg nach Kapfenberg benötigen die Klosterneuburger mittlerweile kein Navi mehr. Erfreulicherweise ist Yakut Dogan endlich wieder einmal auf dem Spielfeld zu bewundern. Sein letzter Einsatz in einem Bewerbsspiel für die Bullen war am 15.3.2025 – und auch im Jahr davor konnte er nur sporadisch eingesetzt werden.
Das 1. Viertel verläuft weitgehend ausgeglichen – beide Teams schaffen zwischendurch einen Vorsprung von 4 Punkten, aber mit dem Pausenpfiff steht es 16:16.
Den besseren Start in den 2. Spielabschnitt schaffen die Bulls – sie gehen mit 16:21 in Führung. Dogan macht seinen 1. Korb in diesem Spiel. Doch wie gewohnt lassen sich die Steirer nicht abschütteln, und nach einigen Fehlpasses und kleinen Unaufmerksamkeiten in der Defense führen die Gastgeber plötzlich 30:27
Das Viertel endet dann so, wie es begonnen hat: mit Körben von Hayirli. Das bringt zur Halbzeitpause eine knappe Führung der Niederösterreicher von 34:37.
Bis 7 Minuten nach Wiederanpfiff halten die Bullen ihre knappe Führung. In den letzten 3 Minuten bringt man die Stones dann vor allem durch Fouls und die danach verwerteten Freiwürfe wieder ins Spiel. Die eigenen Würfe fallen in dieser Phase nicht – mit 51:46 geht es in die letzte Viertelpause.
In Viertel Nummer 4 holen die Klosterneuburger den Rückstand schnell auf und übernehmen nach 3 Minuten die Führung. In dieser Phase zeigen die Bulls starken Teambasketball: schnelle Passes, Blockaden, und dann ist ein Spieler unter dem Korb frei.
Leider verabsäumen es die Niederösterreicher in dieser Phase, einen höheren Vorsprung herauszuspielen – immer wieder ziehen die Steirer nach und bleiben in Schlagdistanz.
Zu Beginn der letzten Spielminute stellt Heimbach auf 66:70 – der erste Sieg für die Bullen in der Finalserie ist zum Greifen nahe. Im Gegenzug verwertet Edler aber prompt einen Dreier. Wieder bringt ein Pass von Hayirli auf Heimbach einen Dreipunktevorsprung, aber 22 Sekunden vor Schluss fallen 2 Punkte durch Demirovic: 72:71.
Die Klosterneuburger spielen routiniert die Zeit herunter – erst 9,5 Sekunden vor der Schlusssirene begehen die Stones ein taktisches Foul an Hayirli. Der verwertet einen Freiwurf zum 73:71.
Die Steirer bringen nach einem weiten Einwurf Skorjanc in Wurfposition – der verwirft. Doch Bojanec wird nach dem Rebound gefoult und bekommt 2 Freiwürfe zugesprochen. Der Slowene im Dress der Stones, der im Vorjahr noch bei den Sitting Bulls gespielt hat, beweist Nerven aus Stahl. Er verwertet beide Freiwürfe zum Ausgleich.
Weil Coach Zankl kein Timeout mehr zur Verfügung hat, müssen die Bullen in den verbleibenden 3 Sekunden einen weiten Einwurf versuchen – der verfehlt jedoch Freund und Feind. Somit haben die FlinkStones sogar noch die Chance auf den Sieg. Der letzte Wurf von Demirovic fällt jedoch nicht, und es geht in die Overtime.
Dort begehen sowohl Pliska als auch Dogan innerhalb kurzer Zeit ihr 5. Foul, und die Bulls haben der immer noch intensiven Verteidigung der Steirer in den letzten Minuten nichts mehr entgegenzusetzen. Einige Würfe rollen einmal um den Ring und wieder heraus – oder wie der Kommentator sagt: wenn du kein Glück hast, kommt Pech auch noch dazu!
Damit verteidigen die FlinkStones ihren Titel aus dem Vorjahr erfolgreich – die Klosterneuburger müssen sich erneut mit der Silbermedaille zufriedengeben.
Als kleinen Trost kann sich Ondrej Pliska den Titel ‚Topscorer der Liga‘ sichern.
Demirovic 36, Edler 11 (1 Dreier), Stimac 11, Skorjanc 10, Ivanov 8, Destani 2, Bojanec 2; Hayirli 26, Pliska 16, Wastian 9, Dogan 8, Heimbach 8, Nestaval 6, Al Naqqash, Grmela, Nourafza
Die Bronzemedaille holen sich die Carinthian Broncos gegen die Rebound Warriors mit 69:54.
Damit ist die diesjährige Meisterschaft zu Ende – im Juni folgen noch zwei 3×3-Turniere:
- 7.6.2026 am Rathausplatz im Rahmen der Sport Austria Finals
- 12.-14.6.2026 im Rahmen der 3×3 World Tour am Wiener Heumarkt
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