Nichts wurde es aus der erhofften ersten Halbfinalteilnahme in einem europäischen Bewerb für die Sitting Bulls nach der schweren Verletzung von Joachim Gustavsson bereits im ersten Spiel.
Die Vorzeichen standen bereits schlecht, als Harald Prause aufgrund einer Darmviruserkrankung neben Danijel Savic u. Oliver Bock nicht mit von der Partie war. Im ersten Spiel gegen die Pilatus Dragons aus der Schweiz, das bereits eine Vorentscheidung um die Halbfinalteilnahme war, hatten die Sitting Bulls einen guten Beginn, das Spiel auch teilweise gut im Griff, bis sich im letzten Viertel nach einem missglückten Pass Joachim Gustavsson den Finger auskegelte. An ein Weiterspielen gar nicht zu denken, die offene Wunde wurde im Krankenhaus genäht, hatten die Bulls nun die Aufgabe, den knappen 2-Punkte Vorsprung zu diesem Zeitpunkt bis zum Schluss durchzubringen. Die Schweizer setzten die Österreicher gehörig unter Druck, spielten nun ihre größenmäßige Überlegenheit aus und siegten am Ende doch noch mit 54:46, womit auch eine Halbfinalteilnahme für die Conveen Sitting Bulls in weite Ferne gerückt war.



Nach der erwarteten Niederlage gegen die deutsche Spitzenmannschaft aus Bonn und einer guten ersten Halbzeit gegen Beit Halochem Tel Aviv, die letztlich für eine Überraschung klar zu wenig war, ließen die Conveen Sitting Bulls zwei deutliche Siege gegen den englischen Vertreter in der Euroleague 2, die Simpson Sissions Brook Steelers aus Sheffield, und gegen die Silverspokes Gent folgen.
Von 12.-14. März 2010 weilt der internationale Rollstuhlbasketballverband wieder in Klosterneuburg, wenn die Vorrunde der Euroleague 2 im Happyland über die Bühne geht. Bei der diesjährigen Vergabe haben die Conveen Sitting Bulls zum 4. Mal nach 2002, 2003 und 2008 den Zuschlag erhalten, zum ersten Mal im Rahmen der im Vorjahr geschaffenen Euroleague 2. Zu Gast sind dieses Mal neben dem ASV Bonn aus Deutschland das israelische Team Beit Halochem aus Tel Aviv, die Steelers aus Sheffield, Vereinigtes Königreich und die Silverspokes aus Gent, Belgien. Mit allen vier Teams hatten die Klosterneuburger Rollstuhlbasketballer bereits Kontakt in diversen Europacupspielen, die Steelers fügten den Bulls in der vorjährigen Euroleague-Vorrunde eine knappe, aber schmerzliche Niederlage zu. Dennoch sind bei den europäischen Teams jedes Jahr die Karten neu gemischt, auch bei den Conveen Sitting Bulls hofft man mit dem gesamten Kader, speziell mit dem schwedischen Zugang auf der Centerposition Joachim Gustavsson und dem heimischen Publikum im Rücken das Ziel Europacup-Endrunde zu erreichen, wofür zumindest ein dritter Platz in der Vorrunde notwendig ist.
Conveen Sitting Bulls belegen in der Euroleague 2 im französischen Villefranche glücklos den fünften Rang
Die Hiobsbotschaften erreichten die Sitting Bulls schon vor der Austragung der Vorrundengruppe des André-Vergauwen-Cups in Klosterneuburg. Einerseits weilte die Glücksfee bei der Auslosung wohl gerade auf Urlaub und bescherte den Sitting Bulls den mit Abstand schwersten Pool. Hinzu kam noch, dass am Montag Center Alois Gruber auf dem Weg zum Training Opfer eines Auffahrunfalls wurde – mehrere Wochen Trainingspause aufgrund eines Peitschenschlagsyndroms sind die Folge, an einen Einsatz im Basketballrollstuhl beim Europacup war nicht zu denken. Für ihn mussten Michael Höller, der der Mannschaft eigentlich nur in Notsituationen aushilft und nicht regelmäßig trainiert, und der erst 15-jährige Andreas Kraft, der zudem noch auf 4 Klassifikationspunkte hinaufgestuft wurde, einspringen. Auf Ersatzspieler Erich Artner konnte man wegen seines Rippenbruchs ebenfalls nicht zurückgreifen.
