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Italien ist Rollstuhlbasketballeuropameister

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Sitting-Bulls-Spieler Joachim Gustavsson und das Team Sverige in Adana Neunte

Die von 07. bis 15. Oktober im südtürkischen Adana ausgetragene Europameisterschaft im Rollstuhlbasketball beeindruckte nicht nur durch die große, frenetische Fangemeinde der Gastgeber, sondern auch durch zahlreiche spannende Duelle und einige faustdicke Überraschungen. So scheiterte der Europameister von 2007, das schwedische Team rund um den Österreich-Legionär Joachim Gustavsson, etwas überraschend bereits an der Qualifikation für das Viertelfinale. Zwar besiegte man zunächst den späteren Gruppensieger Frankreich klar, doch mit einer knappen 62:69-Niederlage im letzten Gruppenspiel gegen die als haushohe Favoriten gehandelten Briten rund um die beiden Ausnahmespieler Jon Pollock und Simon Munn vergaben die Männer aus dem hohen Norden die Chance auf Gruppenplatz 2. Sie mussten sich daher mit dem 5. Platz in der Gruppe A zufrieden geben. Das Duell gegen die holländische Mannschaft um den Verbleib in der höchsten Division und das Spiel um Platz 9 gewannen die Schweden dann souverän – neben dem jungen holländischen Team müssen die Schweizer Eidgenossen nach einer dramatischen 56:57-Niederlage gegen die Belgier den Abstieg in die Division B antreten, wo sie möglicherweise wieder auf Österreich treffen könnten.

Beide Gruppensieger im Viertelfinale out

Die Viertelfinalbegegnungen lauteten Frankreich (1. Gruppe A) vs. Italien (4. Gruppe B), Großbritannien (2. Gruppe A) vs. Deutschland (3. Gruppe B), Polen (3. Gruppe A) vs. Spanien (2. Gruppe B) und Türkei (4. Gruppe A) vs. Israel (1. Gruppe B). Während sich mit den Briten und den Polen, in deren Kader sich gleich drei Spieler aus der deutschen Meistermannschaft aus Zwickau stehen, eher die favorisierten Teams durchsetzten, scheiterten sowohl die Franzosen nach einem heißen Kampf mit 60:62 an den Italienern als auch die bis dahin unbesiegten und sehr souverän wirkenden Israelis an den stark aufspielenden Türken, die mit Ozgur Gurbulak auch den überragenden Scorer des Turniers stellten, und ihren etwa 1000 Fans, die ihr Team auf unglaubliche Art anpeitschten.
Neben den vier Halbfinalisten holten sich auch noch die Franzosen, die Gesamtplatz 5 erobern konnten, ein Ticket für die Weltmeisterschaft in Birmingham (GBR) im nächsten Jahr. Das erste Halbfinale gewannen die Italiener dank eines überragenden zweiten Spielabschnitts mit 57:44 recht deutlich gegen die Polen, die schlussendlich den vierten Platz belegten. Am Abend, als die Halle von dem lautstarken Publikum wieder zum Toben gebracht wurde, überraschten die Türken ein weiteres Mal und revanchierten sich gegen die Briten für die Niederlage in der Gruppenphase – das 75:69 bedeutete den erträumten Finaleinzug für die Heimmannschaft.

Italien im Finale souverän

Der Traum vom Gold endete für die Türkei erst in der zweiten Hälfte des Finales: Nach dem 25:27 zur Pause bekamen die Italiener insbesondere Gurbulak immer besser in Griff, sie erlaubten ihm nur neun Würfe aus dem Feld – und an der Freiwurflinie zeigte er plötzlich Schwächen, traf nur 4 von 14 Versuchen. Die Italiener hingegen konnten sich in der Offensive mit Marchionni, Di Bennardo und Cavagnini auf mehrere Optionen verlassen und gewannen das Finale gegen die am Ende von der Dreierlinie schwachen Türken verdient mit 64:52.
Ins All-Star-Team wurden Tanguy Six (BEL, 1 Klassifikationspunkt), Marcin Balcerowski (POL, 1), Jon Pollock (GBR, 2.5), Ozgur Gurbulak (TUR, 4) und Piotr Luszynski (POL, 4.5) gewählt. Wie hoch das Niveau der Euroleague 2 in Klosterneuburg im März 2010 sein wird, zeigt alleine die Tatsache, dass das Team von All-Star Tanguy Six, die Silverspokes Gent, als klarer Außenseiter gilt.
Da aus der C-Division Ende Juli Kroatien und Litauen in die B-Division aufgestiegen sind, lauten die Gegner Österreichs bei der B-EM von 4. bis 12. September 2010 in Brno (CZE) die Niederlande, die Schweiz, Bosnien-Herzegowina, Tschechien, Russland, Portugal, Slowenien, Kroatien und Litauen.

 

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Challenge Cup
Sitting Bulls - Pilatus Dragons 46 : 54
Lodz - Sitting Bulls 48 : 68
Sitting Bulls - Wolverhampton 42 : 96
Sitting Bulls - Le Cannet 44 : 78
Lodz - Sitting Bulls 46 : 65

Endklassement Meisterschaft

  
1 Sitting Bulls
Flink Stones
Dolphins Wien
RSV Salzburg
Prag
Carinth.Broncos
RSC Tirol
Hobit Brno
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